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4 comments on “Hallertauer Zeitung vom 16.07.2016

  1. Die Argumente von Frau und Herrn Harrieder,sind für mich nicht nachvollziehbar.
    Wer sich dafür entscheidet in der Stadt zu wohnen muss mit einer höheren Lärmbelästigung durch Verkehr rechnen.
    Dies rechtfertigt noch lange nicht,Bauern zu enteignen,und unsere Heimat und Kulturlandschaft,noch weiter zu zerstören.
    Offensichtlich reicht es manche Läuten immer noch nicht ,wie es mittlerweile in weiten Teilen der Hallertau bzw.ganz Bayern aussieht.
    Gewerbegebiete,Supermärkte,Siedlungen und Strassen.
    Beton soweit das Auge reicht.Viele Dörfer haben längst ihren dörflichen Charakter verloren.
    Kreuz und qwer wird durch die Landschaft gebaut,auch noch so hässliche Bauwerke werden ohne weiteres genehmigt.
    Bürgermeister Reiser,der offensichtlich den Stein ins Rollen gebracht hat,sollte sich schämen.
    Wenn es um die Imagepflege der Stadt geht,ist immer von der Hopfenstadt die Rede.Dafür sind die Hopfenbauern gut genug.
    Auf der anderen Seite sollen sie rigoros enteignet werden.
    Bald wird es mehr Beton als Hopfenflächen in der Hallertau geben.
    Aber dann haben wir ja immer noch den Hopfengarten auf dem Griesplatz.

    1. Sehr geehrter Herr Summerer,
      nachdem unsere Argumente für Sie nicht nachvollziehbar sind hätte ich eigentlich erwartet, dass Sie sich mit den einzelne Punkten in unserem Artikel dezidiert auseinadersetzen. Das wollen oder können Sie aber leider anscheinend nicht und insofern ist Ihre Antwort enttäuschend. Es ist wohl unbestritten, dass auch die Mobilität der Hopfenbauern in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat und das, was man früher nach der Hopfenernte lokal auf die Felder ausgebracht hat wird heute größtenteils durch die Hallertau und das Stadtgebiet von Mainburg zur Biogasanlage nach Oberempfenbach kutschiert. Wer den Lärm und die Abgase dieses landwirtschaftlichen Schwerlastverkehrs zu tragen hat, interessiert dabei in der Regel keinen der Beteiligten. Nein, so leicht kann man es sich nicht machen. Man muss auch mal in der Lage sein, sein eigenes Verhalten und die Auswirkungen dessen zu reflektieren und nicht nur die Schuld bei den anderen suchen.
      Ausserdem sei Ihnen gesagt, dass das Gespenst der Enteignung nicht wirklich greift, weil es in der Praxis relativ selten zu Enteignungen kommt.
      Abschliessend noch eine Bemerkung zu Ihrer Aussage, in der Stadt muss man eben mit Lärmbeslästigung leben. Ich bin die 5. Genaretion auf unserem Anwesen und meine Vorfahren haben nicht an diese Straße gebaut sondern die Straße wurde uns nachträglich vor die Nase gesetzt. Ich bin mir sicher, dass dies bei einer Neutrassierung der B 301 in dieser krassen Form bei keinem der betroffen Grundstückseigentümer der Fall sein wird.

      1. Lang war der Sommer und es gab viel Zeit zum Nachdenken. Auch ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken zu den Ortsumfahrungen von Rudelzhausen und Mainburg gemacht. Vor allem der Leserbrief von Dr. Maria und Klaus Harrieder in der Landshuter Zeitung bzw. auf der Homepage von B 301… haben mich sehr zum Nachdenken angeregt. Bedanken möchte ich mich vor allem für die offenen Worte, welche sicher einigen so oder ähnlich durch den Kopf gegangen sind.

        Das bedeutet aber nicht, dass ich diese Gedanken teile. Im Gegenteil.
        Sie werfen den Gegnern der Ortsumfahrung vor bisher nicht auf verkehrslenkende Maßnahmen aufgefallen zu sein. Genug Zeit wäre ja gewesen. Aber im Gegensatz zu Ihnen wussten viele nicht, dass auch ein Ottonormalbürger überhaupt die Möglichkeit hat selber auf den Verkehr einzuwirken. Und ist es nicht auch so, dass Sie genau dieselbe Zeit gehabt haben um etwas zu verändern? Wie haben Sie denn die Zeit genutzt?
        Eine Hilfe Für Fußgänger in Form von Zebrastreifen, Ampeln und für Schüler Schülerlotsen scheint nicht notwendig zu sein. Sehr schnell wäre so etwas gebaut, wenn man denn nur wollte. Selbst eine Brücke oder Unterführung ist denkbar.

        Unbestritten ist dagegen, dass die Mobilität der Hopfenbauern in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Leider können immer weniger Bauern von Ihren Grundstücken leben. Hopfenbauern werden immer weniger. Die Hopfenanbaufläche aber immer mehr. Man muss hinzupachten oder aufgeben. Geeignete Felder liegen aber nun einmal nur sehr selten vor der Haustür, so dass immer größere Wege in Kauf genommen werden müssen. Mit einer Ortsumfahrung wird sich das nicht wirklich ändern.

        Ich stimme Ihnen auch zu, dass es in der Praxis nur sehr wenige Zwangsenteignungen gibt. Das liegt aber nicht daran, dass man nicht zu diesem Mittel greift, sondern dass die betroffenen Grundstücksbesitzer einfach vorher aufgeben, um einer Zwangsenteignung zu entgehen. Das ist gelebte Praxis und kann man dann auch schon mal Erpressung nennen.

        Widersprechen muss ich Ihnen auch, dass eine Ortsumfahrung die Geschäfte beleben würden. Das Gegenteil wird der Fall sein, wie ein Blick in die Nachbargemeinde zeigt. 2500 potenzielle Kunden werden da an den Geschäften Tag für Tag vorbeigeleitet. Was ist das für eine Kaufkraft, wenn nur jeder Zehnte anhalten würde und nur für 10,-€ einkauft? Wie hoch werden die Verluste für Mainburg sein und wie viele Arbeitskräfte wird das kosten?

        Unter einem 6er im Lotto verstehe ich etwas anderes. Es wird Zeit für einen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs. Das wäre ein Gewinn für alle Beteiligten und nicht nur für Einzelne. Ist doch jeder Fahrgast des öffentlichen Nahverkehrs ein Auto weniger auf unseren Straßen. Wenn man bedenkt, dass man mit dem Individualverkehr die nächsten größeren Stätte wie Ingolstadt, Kelheim oder Regensburg in 30-45 min erreicht, mit Bus und Bahn aber 2-2,5 Stunden benötigt, ist klar, dass für Berufspendler nur das eigene Auto bleibt.

        Ich sehe die B301 als Lebensader jeder Gemeinde. Sie zu verlegen wird Einzelnen nutzen und vielen schaden. Für mich braucht das Herz der Hallertau keinen Bypass.

      2. Lieber Klaus und liebe Monika Harrieder,
        obwohl schon mehrere Wochen seit Ihrem Leserbrief in der HZ und Ihrem Kommentar, sowie dem von Konrad Summerer hier auf der Homepage vergangen sind, ist das Thema nach wie vor aktuell und wird es wohl noch längere Zeit bleiben.
        Es freut uns, dass es Menschen wie Sie gibt, welche die Courage besitzen, uns nicht nur den Bedarf, sondern auch die Gründe definieren, weshalb eine Umfahrung der Orts- Durchfahrten, sei es Mainburg, Puttenhausen oder auch Rudelzhausen, nötig seien. Leider kamen von Seiten des Bürgermeisters und seines B301-Gefolges nur sehr dürftige Begründungen über die Ursachen der Notwendigkeit. Eine Aussage wie „eine Umfahrung ist absolut notwendig“ aber keine Antwort auf die Frage “ Wieso denn eigentlich?“ lässt einiges über die Absichten, die Mentalität und die Courage der betreffenden Personen erahnen. Leider ist dieser Umstand besonders häufig in der Politik zu bedauern. Die Demokratie scheint manchmal sehr dehnbar zu sein.
        Ihre Auslegung als Anwohner und direkt Betroffener können wir zwar in gewisser Weise nachvollziehen, jedoch sehen wir aus unserer Sicht schon einiges anders. Da wollen wir uns mal erlauben, einige Ihrer Argumente kritisch zu betrachten. Also fangen wir am Besten der Reihe nach an.
        Uns, als Gegner der Ortsumfahrungen werfen Sie vor, genug Zeit für Aktionen gehabt zu haben, das unerträgliche Verkehrsaufkommen der B 301 Innerorts zu verbessern. Waren wir dazu denn zuständig? Wir kommen jetzt in die Lage in der Sie in den 1970er Jahren waren. Was haben sie in der Zeit, in der Sie vorher wohl auch genügend Zeit gehabt haben, gemacht um die Lage zu verbessern? Wir wollen jetzt verhindern, dass das vielgepriesene Wachstum der Stadt, uns und unsere Erholungs- und Naturgebiete erreicht und evtl. überwächst. Sie scheinen uns den schwarzen Peter für ihr Schicksal und die Verkehrszustände der Stadt zuzuschreiben. Vielleicht sollten Sie die Schuldigen mal in der anderen Ecke suchen. Nicht wir haben das Ziel dass die Stadt deutlich wächst. Die Folge werden Verkehrszustände wie z.B. in München, Freising und Landshut sein. Gerade wir sehen unsere Aktion dafür da, Sie, uns, und auch die Bürger Mainburgs vor noch ärgeren Zuständen zu schützen.
        Als weiteres finden wir es nicht besonders kulant von Ihnen, sich an uns zu erinnern, sollte mal ein Kindergarten- oder Schulkind zu Schaden kommen. Da müssten ja auch Sie die Verantwortung übernehmen sollte auf einer neuen Umfahrung ein Unglück geschehen. Wir sehen die Zuständigkeit da schon etwas übertrieben. Auch uns liegen unsere Kinder am Herzen und auch sie gehen teilweise in genau diese Schule und in genau dieses Schwimmbad. Eine Umgehung Mainburgs wird kaum Verkehr aus der Stadt ziehen, jedoch vielleicht etwas zusätzlichen Verkehr anziehen. Mainburg wird momentan nicht in erster Linie durchfahren sondern angefahren. Um die Sicherheit von Kindern und anderen Verkehrsteilnehmer deutlich zu Verbessern ist eine Umfahrung Mainburgs mit der Hoffnung auf weniger Verkehr wohl nicht die erste Wahl.
        Immer wieder scheinen Sie in Ihren Auslegungen die Parteien zu verwechseln. Sie kritisieren die Öko- Aktivisten mit Ihren Öko -Träumereien, den Ursprung des Verkehrsaufkommens haben diese Gruppen sicherlich aber nicht zu vertreten. Bei den Verantwortlichen der Stadtentwicklung, deren Vorgänger einen „Sechser im Lotto“ sahen als in den 1970ern die Straße zu Ihnen kam, scheinen Sie jedoch keine Fehler zu entdecken. Dies lässt darauf schließen dass Sie deren Kurs befürworten. Da sind wir wieder beim Wachstum angelangt mit allen Vor- und Nachteilen. Sollte dies so zutreffen sind Sie wohl der Richtige am betreffenden Wohnort. Sie können das Wachstum hautnah miterleben. Und Wachstum bedeutet ja Wohlstand. Was wollen Sie dann mehr.
        Noch ein Wort zur Kernstadt Mainburg, deren Wiederbelebung sie gerne mit der Umgehung und der folgenden Verkehrsberuhigung erreichen wollen. Sicher haben sie einen Zeitpunkt im Kopf in der dieser Ort noch so richtig lebendig war. Könnte es sein dass anno dazumal die B 301 noch mittendurch ging? Ist nun mal so.

        Als Fazit finden wir jedenfalls dass der Großraum München mittlerweile genügend gewachsen ist. Fahren Sie mit dem Auto durch die Gegend und beachten sie bewusst die Bautätigkeiten der letzten Jahre und Jahrzehnte. Was soll aus unserer Heimat werden wenn es in dieser Geschwindigkeit weitergeht. In diesem Sinne können wir auch nachvollziehen was Konrad Summerer mit seinen Kommentaren sagen will. Er hat wohl Dinge erkannt die leider zu Viele Menschen übersehen. Deshalb haben auch Leute außerhalb Mainburgs ein Recht auf Mitsprache, auch sie werden betroffen, gerade weil Mainburg Teil eines Großraums werden will und Metropolträume träumt.
        Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere und vielleicht auch Ihre Zeilen überdenken. Vielleicht können Sie uns dann ein bisschen besser verstehen.

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